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Da war es also dieses Schild

Kolumne von , , Kommentare: 0, Deutsch
Geändert am: 30-07-2014 15:55
Da war es also dieses Schild. Irgendwie gibt es doch neue Energie. Solche Worte bleiben einfach hängen: „Ab hier sind es noch fünf bescheuerte Kilometer“. Fünf Kilometer trennen dich noch vom ersehnten Ziel. Von dem Ziel, auf das du so lang hingearbeitet hast. Fünf Kilometer und dann finden die 42km ein Ende.

Für mich war es das erste Mal, dass ich bei einem richtigen Marathon mitgelaufen binund dann direkt solch ein Einstieg. Als Jugend der CG Duisburg hatten wir die Idee beim diesjährigen Rhein-Ruhr-Marathon mit zwei Staffelteams anzutreten. Natürlich lag auch ein persönlicher Ehrgeiz in diesem Vorhaben verborgen, aber vor allem wollten wir diesen Lauf als Sponsorenlauf nutzen, um Geld für unseren doch mittlerweile in die Jahre gekommenen Saalboden aufzubringen. Die ganze Sache war schnell beschlossen und auch die Vorbereitungsphase lief mehr oder weniger vielversprechend. Training bei Wind, strömenden Regen und unter glühender Hitze, ja sogar das Laufen im Schnee wurde auf einmal zur Gewohnheit – ich möchte fast sagen zum regelmäßigen Ansporn sein Allerbestes zu geben.

Und dann kommt der besagte Tag schneller als erwartet. Der erste Juni; eigentlich ein ganz gewöhnlicher Sonntag und wie jedes Jahr sollte unser Gottesdienst erst am Nachmittag stattfinden. Dieses Mal mit einem sichtbaren Unterschied. Wir waren beteiligt. Wir als Jugend. Wir als Gemeinde. Wir als Teil von Duisburg. Am frühen Morgen schwirren mir die verschiedensten Gedanken im Kopf herum, wie ich es nur schaffen soll, als Schlussläufer zu meinem Wechselpunkt zu gelangen. Ich frage mich: Würden es alle rechtzeitig zu ihrem Startbereich schaffen? Was benötigt man für solch einen Marathonlauf? Hab ich genug trainiert? Haben wir im Vorfeld ausreichend Werbung für unser Vorhaben gemacht? Gleichzeitig machen sich meine Vorläufer auf den Weg zu ihren Startpunkten um endlich loslegen zu dürfen.

Bei all diesen Überlegungen bricht ganz langsam und sachte die Sonne hinter den Wolken hervor und übrig bleibt ein einziger Gedanke: Genieß es. Den gesamten Tag. Alles wird gut werden und du hast den einen Lauf vor dir, bei dem du alles geben darfst. Das Allerbestes für deine Gemeinde und zwar zusammen mit dem besten Team. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einem die größte Ruhe geben. Herrlichkeit – und mit diesem Gedanken mache ich mich auf den Weg. Natürlich komme ich gute drei Stunden vorher am Wechselpunkt an, bis es auch für mich heißt: „Lauf; Lauf deinen Lauf“.

Und dann läufst du los und siehst dabei die vielen Menschen um dich herum. Deine Mitstreiter und eine unglaubliche Anzahl von begeisterten Zuschauern, die es sich nicht nehmen lassen, jeden Einzelnen mit ganzem Herzen, anzufeuern. Welcher Zusammenhalt und das in deiner eigenen Stadt. Da bewegst du dich wie von alleine. Du fühlst dich wie getragen und so geht es Schritt für Schritt vorwärts. Wenn du dann an deiner Familie vorbeiläufst und Freunde aus deiner Gemeinde siehst, die ebenso lange wie du an ihrem Punkt gewartet haben, nur um dich anzufeuern – allein für diesen einen Augenblick –, dann kann dich niemand mehr bremsen. Genau das ist Gemeinde. Eine große Familie und dir wird bewusst, dass du Teil von etwas viel Größerem sein darfst. Während du plötzlich mit deinem Team im Zielbereich stehst, die Farben und Geräusche auf dich wirken lässt, wird dir bewusst, dass du auch diese letzten bescheuerten fünf Kilometer gemeistert hast.
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