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Mein Liebes-Tagebuch

Kolumne von , , Kommentare: 0, Deutsch
Geändert am: 13-11-2018 14:19
Auf der Suche nach einem Notizbuch fand ich kürzlich in der Schublade meines Schreibtisches ein Tagebuch von vor etwa 10 Jahren. Ich hatte mehr oder weniger vergessen, dass ich es noch hatte. Neugierig öffnete ich es und begann zu lesen; ich war gespannt darauf, wer ich damals war und was mich zu jener Zeit beschäftigte.

Im Abstand von manchmal ein paar Tagen und manchmal mehreren Monaten habe ich in dieser Zeit Ereignisse in meinem Leben aufgezeichnet, mit den dazugehörigen Gedanken und Gefühlen. Ich konnte mich nicht einmal mehr an viel davon erinnern. Partnersuche und Daten erwiesen sich als ein größeres Thema, als ich damals dachte. Mein damaliges Date-Leben hat sich stark entspannt.

Mit gefühlsmäßigen Höhen und Tiefen wechselte ich von einem Datum zum anderen. Manchmal hatte ich eine Zeit lang keine Dates oder Verabredungen. Aber dann hatte ich mich entschieden, trotzdem weiterzumachen. Immer wieder mit Mut und immer wieder mit wachsender Hoffnung, dass ich dem Wahren irgendwann begegnen würde. Die Enttäuschung war groß gewesen, als ein hoffnungsvolles erstes Date im Nichts geendet war.

Ich war überrascht über meine eigenen Gedanken in Bezug auf diese Zeit. Ich bin es, aber irgendwie bin ich es auch nicht. Ich erkenne die Person nicht immer, in deren Kopf ich einen Blick zu werfen scheine. "Nein, tu es nicht! Hört auf damit! Diesen Typ musst du loszuwerden, er will dich nur hinhalten", rufe ich manchmal beim Lesen des Tagebuchs. “Und warum habe ich den Kontakt mit diesem Mann nicht einfach abgebrochen und ihn so lange hingehalten?” liebes Tagebuch!?

Ich bezweifle, dass alles umsonst war. Auf jeden Fall habe ich daraus viel gelernt, über andere, aber vor allem über mich selbst. Manchmal dachte ich: "Hätte ich gewusst, wohin das alles führt! Aber wenn ich damals gewusst hätte, was ich jetzt weiß, hätte ich viele Dinge nicht erlebt und viel verpasst.

Ich blicke mit gemischten Gefühlen auf die Zeit zurück. Wegen der Person, die ich damals war, wegen den Menschen um mich herum, und wegen all der Liebe und wegen des Leidens, das ich damals dem Papier anvertraute.

In der Zwischenzeit bin ich fertig mit Lesen. Ich habe mich von meinem "alten Ich" verabschiedet und bin neugierig, wen oder was mir die nächsten 10 Jahre bringen werden.
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