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christliche Partnersuche

Glück im Unglück

Erfolgsgeschichte von , , Kommentare: 0, Deutsch
Geändert am: 23-03-2022 16:40

Sander & Maartje

Sander: Unser erstes Date war ein Mittagessen an einem Herbsttag. Zum Glück saßen wir drinnen im Trockenen mit einem herrlichen warmen Tee. Bei unserer zweiten Verabredung gingen wir erst Pfannkuchen essen bevor wir uns an Flashcape Rooms wagten. Dies sind kleinere und schnellere Varianten von Escape Rooms. Ohne fremde Hilfe mussten wir in kurzer Zeit aus Räumen 'ausbrechen', in denen wir zusammen eingesperrt waren. Auf diese Weise konnten wir sofort herausfinden, ob wir ein gutes Team sind. Leider war es absolut nicht leicht zu entkommen. Der Grund dafür war nicht so sehr unsere schlechten Zusammenarbeit, sondern weil wir nur Augen füreinander hatten...

Anders als erwartet

Maartje: Als wir vom zweiten Date nach Hause kamen, wollten Sander und ich uns für ein drittes Date verabreden. Sander: Ich habe sie gefragt, ob wir dann Minigolf spielen sollen. Leider kam alles anders als erwartet... Bevor wir uns zum dritten mal treffen konnten, lag ich plötzlich im Krankenhaus. Im Krankenhausbett hatte ich keine Ahnung, was an diesem Tag geschehen war. Meine Eltern hatten eine Tasche mit Kleider und mein Handy mitgebracht. Darauf sah ich eine Nachricht von Sander, die er mir am Morgen geschickt hatte. Er fragte mich, ob ich an meinem freien Tag schon irgendwelche tollen Pläne hätte.

Etwas mit einem Sturz und Blut

Maartje: Ich war sehr müde und erschöpft und schickte Sander eine kurze Nachricht zurück. Ich berichtete, dass ich im Krankenhaus lag. Etwas von einem Sturz, einer Wunde und Blut im Gehirn. Nachdem ich mein Handy weggelegt hatte, fielen mir schnell wieder die Augen zu. Es stellte sich heraus, dass ich einen Sturz nach einem Schlaganfall hatte. Nach meinem Krankenhausaufenthalt nahm ich an einem intensiven Reha-Programm teil, in dem ich um meine Wiederherstellung kämpfen musste.

Sander: Das war eine harte Zeit für uns, aber vor allem für Maartje, denn sie war in einem so schlechten Zustand und musste alles neu lernen: Sprechen, Gehen, Radfahren und so weiter.

Luftballon mit Besserungswünschen

Maartje: Als ich damals sagte, dass ich keine Ahnung hatte, was passieren würde, hätte ich es verstanden, wenn Sander aufgegeben hätte und wenn er sich einfach nicht mehr gemeldet hätte. Aber stattdessen schickte er mir einen Luftballon mit gute Besserungs Wünschen. Er hatte aus der Ferne Mitgefühl und hat geduldig gewartet.

Sander: Sie hatte Angst, mich zu verlieren. Aber Marit aufzugeben, kam für mich nicht in Frage. Ich bin überzeugt, dass Gott einen Plan für unser Leben hat und dass wir füreinander bestimmt sind.

Maartje: Unser drittes Date war ein ganz besonderes. Da saß ich nun, mit einem Gips auf dem Kopf, in einem großen, bequemen Pullover, mit einer Decke und Kissen auf der Couch. Sander saß bei meinen Füßen. Ich hatte ihn vorher gewarnt: Ich freue mich wirklich, wenn du kommst, aber ich bin im Moment nicht in Bestform. Das war ihm egal. Der Besuch war eigentlich zu intensiv, aber er wollte mich sehen, wenn auch nur für eine Viertelstunde. Es hat mich viel Energie gekostet, aber ich hab es auch wirklich sehr genossen.

Durch Höhen und Tiefen

Maartje: Es folgten immer weitere Verabredungen. Durch alle Höhen und Tiefen hindurch. Ich habe für meine Wiederherstellung gekämpft, neues gelernt, erste Schritte gemacht und wurde manchmal wieder zurückgeworfen. Sander war trotzdem immer für mich da, mit tröstenden Worten und einem offenen Ohr. Er war dabei in meiner Hoffnung und wenn ich manchmal Verzweifelt war. In den guten und in den schlechten Nachrichten, und er ist immer noch da.

Sander: Maartje wird wahrscheinlich nie wieder arbeiten oder Auto fahren können, obwohl das Dinge waren, die sie geliebt hat. Ich bin ein fitter und sportlicher junger Mann, und das fühlt sich ihr gegenüber manchmal ungerecht an. Ich würde ihr gerne die Energie geben, die ich noch übrig habe.

Maartje: Wir sind jetzt verheiratet und genießen jeden Tag, den wir haben. Mein Schlaganfall hat unser Leben auf den Kopf gestellt, aber wir sind jeden Tag dankbar füreinander, für die Liebe, die wir haben, und für all die kleinen Momente des Glücks. Wir glauben, dass Gott uns zusammengeführt hat und sind dankbar für dieses Geschenk.

Immer auf der Suche nach Möglichkeiten

Maartje: Die schwierige Zeit, die wir durchgemacht haben, zeigt genau, wie Sander ist. Fürsorglich, ruhig, zuverlässig, geduldig, verständnisvoll, positiv, nachdenklich, interessiert, optimistisch, hilfsbereit und engagiert. Er ist entschlossen, sein Ziel zu erreichen und sucht immer nach Möglichkeiten. Wenn die Möglichkeit A, B oder C nicht funktionieren, sucht er nach Alternativen.

Sander: Maartje ist super süß. Sie ist für alle da und denkt zuerst an andere und erst dann an sich selbst. Auch wenn sie manchmal nicht die Energie dazu hat. Das ist eine sehr schöne Eigenschaft, die ich sehr schätze, die ihr aber auch manchmal zum Verhängnis werden kann. Ich liebe es auch, dass sie sagt und zeigt, dass sie mich liebt. Das ist immer schön zu hören und zu fühlen. Dass sie sich traut, alle ihre Gefühle zu zeigen, hat etwas Reines. Ich liebe ihre spontane Art. Deshalb unternehmen wir gemeinsam lustige Dinge.

Dankbar für die kleinen Dinge

Maartje: Wenn ich mir Sander anschaue, bin ich glücklich. Ich bewundere, wer er ist, wie er lebt und was er tut. Sander ist sehr positiv eingestellt, bei ihm ist das Glas immer halb voll. Ich finde das inspirierend. Er versteht es, mich mit freundlichen Worten zu berühren, mich mit unbeschwertem Humor zum Lachen zu bringen und mir mit einem Blick Ruhe und Zuversicht zu geben. Wir erfreuen uns jeden Tag aneinander, zählen unsere Segnungen und sind dankbar für all unsere glücklichen Momente. Oft sind es die kleinen Dinge, die den Ausschlag geben.

Sander: Maartje hat auch eine positive Lebenseinstellung und das bringt ihr sehr viel. Wenn es hart auf hart kommt, weiß sie, wie sie wieder auf die Beine kommt mit Gottes Hilfe. Aufgrund ihrer positiven Einstellung sehen die Leute oft, dass sie Christin ist. Ich finde das auch sehr schön!
Wir verstehen uns sehr gut und unterstützen uns immer gegenseitig.
Wenn sie etwas denkt oder sagt, denke oder sage ich in diesem Moment oft genau dasselbe.

Das Leben ist nicht machbar

Maartje: Wenn wir uns verabreden, sind wir oft auf der Suche nach dem perfekten Partner. Wir stellen uns den idealen Partner und die ideale Beziehung vor. Und wir wollen ohne Schwierigkeiten 'für immer glücklich zusammenleben'. Leider ist das nicht so einfach. Das Leben kann nicht gemacht werden. Mein Tipp lautet also: Schau nicht nur auf das perfekte Bild in deinem Kopf. Genieße all die schönen, glücklichen und freudigen Momente zusammen. Aber noch wichtiger ist, dass man sich in schwierigen Zeiten gegenseitig unterstützt. Gerade in diesen Momenten muss man zeigen, dass man sich füreinander entscheidet und füreinander da ist. Indem man den anderen so nimmt, wie er ist, immer füreinander da ist und sich an den kleinen Dingen erfreut, schafft man seine ideale Beziehung.

Sander: Bleibt miteinander im Gespräch. Reden ist sehr wichtig. Bei Paaren, die schon lange zusammen sind, geht es oft schief, weil sie sich keine Zeit dafür nehmen sich ineinander hinein zu versetzen. Sie werden von allem verschluckt, was ihnen im Alltag begegnet. Nehmt euch bewusst die Zeit, miteinander zu reden, sonst kann es passieren, dass ihr eure Verbindung miteinander verliert. Und wenn die Dinge schlecht laufen, dann wählt nicht den einfachsten Weg, sondern setzt euch unter allen Umständen füreinander ein. Das wird eure Beziehung stark machen.
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