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Arbeitslos…

Kolumne von , , Kommentare: 0, Deutsch
Geändert am: 14-05-2014 10:43
Ich wusste, dass es so weit kommen würde. Vor zwei Jahren habe ich einen befristeten Arbeitsvertrag in Deutschland und es war klar, dass er wieder enden würde. Der Geldhahn wurde unserem Projekt zugedreht. Daher würde meine Zeit im Projekt auch ablaufen und jetzt liegt mir die Welt neuerdings wieder zu Füßen. Gott sei Dank sorgt der deutsche Staat gut für seine Bürger: Sollte es nicht gelingen rechtzeitig einen neuen Job zu finden, habe ich Recht auf ein Jahr lang Arbeitslosengeld.

Rechtzeitig melden muss man sich schon auf der ‚Arbeitsagentur’. Hier wird die persönliche Situation aufgenommen, man erhält einen Papierstapel, den man ausfüllen muss und man wird sozusagen angemeldet. Der erste Eindruck war positiv: Ein wohlwollender Mann sah meine Formulare durch um alle Daten in den Computer einzutragen. Dann wurde ein neuer Termin, an einem anderen Ort, bei einer anderen Person ausgemacht. Hier sollten wieder neue Daten eingetragen werden, wie z.B. Versicherungsnummern, meine Arbeitgebererklärung, Kontonummer... . Alles lief wie geschmiert.

Leider traf ich bei meinem zweiten Gespräch einen leicht frustrierten Mann an, der Schwierigkeiten mit meinem Namen hatte und zusätzlich bemerkte, dass er trotz toller Computerprogramme, meine Bankdaten nicht eintragen konnte. Und das alles, weil ich über niederländische Konten verfüge. Das Einführen von IBAN und BIC in der EU sollte es für uns alle eigentlich einfacher machen, problemlos in einem anderen EU Land wohnen, arbeiten und ein Konto führen zu können. Schade nur, dass diese Theorie in der Praxis noch nicht funktioniert. Jetzt werden mir Schecks zugeschickt, ziemlich altmodisch. (Gibt es diese Dinger überhaupt noch??)

Als ob das nicht schon reichen würde, erhielt ich letzte Woche noch einen Brief, (wieder von einer anderen Person) in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich mit einer Sperrzeit von einer Woche bestraft werden würde. In dieser Zeit habe ich kein Recht auf Arbeitslosengeld. Der Grund hierfür ist meine verspätete Anmeldung, zwei Monate, anstatt drei Monate, vor Beendigung meines Vertrags.

Wo doch alles so positiv angefangen hat, frustrieren mich heute die Bürokraten, die einen wohl merken lassen wollen, wer hier am längeren Hebel sitzt. Ich habe Gott sei Dank keine Geldsorgen und bin im Moment auch nicht auf das Geld der Arbeitsagentur angewiesen aber ich weiß, dass es Menschen gibt, denen es anders geht. Für diese Menschen ist diese Form des Machtmissbrauchs eine Tragödie. ...

Jetzt sehne ich mich danach, die Freiheit der kommenden Monate zu genießen. Ich wünsche denen, die arbeitslos sind auch, dass sie zur Ruhe kommen und diese Zeit genießen können. Hoffentlich ist es eine Zeit, in der du neue Seiten an dir entdeckst, neue Menschen kennenlernst, dich als Freiwilliger für die Gesellschaft einsetzten und mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen kannst.
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