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Hauthunger - Sehnst du dich nach körperlicher Nähe?

News von , , Kommentare: 0, Deutsch
Geändert am: 06-04-2022 14:19
Sehnst du dich nach der liebevollen Berührung eines Anderen? Nach nicht sexueller Körperwärme, einen Arm um die Schultern oder eine Liebkosung? Dann hast du Hauthunger, ein normales menschliches Bedürfnis. Wie geht man als Single mit diesem Verlangen um?

Hauthunger ist ein starkes Bedürfnis am zärtlichen Hautkontakt mit einem anderen Menschen. Dieses Bedürfnis gibt es bei Jung und Alt, unabhängig vom Geschlecht. Sowohl Männer als auch Frauen können also nach Körperkontakt lechzen, nicht aus Lust oder Erregung, sondern aus einem tiefen Verlangen nach Umsorgung, Geborgenheit, Verbundenheit und Sicherheit.

Hautkontakt ist eine Lebensnotwendigkeit

Das Bedürfnis nach Körperwärme ist angeboren. Für ein neugeborenes Baby ist Hautkontakt buchstäblich von Lebensbelang. Nach der Geburt hat es plötzlich seine vertraute, sichere Umgebung verloren. Liebevolle Berührung macht den Übergang von der Gebärmutter in die Außenwelt erträglich. Im Arm gehalten und liebkost zu werden, gibt dem Baby Trost und ein Gefühl der Sicherheit.

Berührung fördert das Wohlbefinden und verringert den Stress

Hautkontakt und Augenkontakt fördern die Bindung zwischen Baby und Eltern. Durch Haut- und Augenkontakt lernt das Baby, seine eigenen Emotionen zu unterscheiden und zu regulieren. Liebevolle Berührung fördert seine körperliche, psychische und soziale Entwicklung. Zärtlicher Hautkontakt verringert den Stress und senkt das Infektionsrisiko, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen.

Einsam durch einen Mangel an Zuneigung

Ein Mangel an physischer Zuneigung kann zu Einsamkeitsgefühlen führen, selbst wenn man genügend soziale Kontakte hat. Da Menschen heutzutage länger Single bleiben, wächst das Bedürfnis nach Hautkontakt, je mehr Zeit vergeht. Ist der Hauthunger zu stillen, wenn man Single ist? Kann man einen Freund oder eine Freundin um eine Umarmung bitten?

Intimität ist anders als Sex

Oft ist es ein Tabu zu äußern, dass man Bedürfnis nach einer Berührung oder einer Liebkosung hat. Es wird schnell als Zeichen der Schwäche gesehen oder als sexuelle Andeutung aufgefasst. Dabei sind Intimität und Sex zwei verschiedene Dinge. Beim Sex entblößt man seinen Körper, bei Intimität entblößt man seine Seele. Sex kann mit Intimität gepaart gehen, aber für sich selbst genommen ist Intimität nicht sexuell.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Bei Frauen ist die gegenseitige Berührung sozial akzeptiert. Aber wenn zwei Männer einander umarmen, wird das schnell als „Homo-Verhalten“ abqualifiziert. Dadurch werden Männer ihr Bedürfnis an gegenseitigem Hautkontakt nicht so schnell äußern. Sie machen das eher bei Frauen, was ein Spiel mit dem Feuer sein kann: Bei Männern ist die Trennungslinie zwischen Intimität und Sex nämlich dünner.

Missverständnisse und unüberlegte Handlungen

Ein zu lange nicht gestillter Hauthunger kann zu Missverständnissen oder unüberlegten Handlungen führen. Durch die Sehnsucht nach Zuneigung kannst du unbeabsichtigt deine sexuellen Grenzen überschreiten. Nach einer Umarmung landet ihr im Bett, was du später bereust. Weil du es nicht so weit kommen lassen wolltest, weil sich der andere dadurch falsche Hoffnungen macht, oder warum auch immer.

Wie stillst du deinen Hauthunger, wenn du Single bist?

Die Suche nach Hautkontakt hat also so ihre Tücken für Singles. Eine Gruppe - Männergruppe oder Frauengruppe in der Kirche zum Beispiel - kann eine sichere Umgebung für Körperkontakt bieten. Andere Arten, das Bedürfnis nach Berührung und Körperwärme zu stillen, sind: regelmäßig eine Körpermassage buchen oder ein Haustier zum Streicheln anschaffen.

Körperlicher Kontakt mit Freunden und Familie

Wenn man in seinem Leben bisher noch wenig Zärtlichkeiten erlebt hat, kann sich Körperkontakt ungewohnt anfühlen. Trau dich, innerhalb der sicheren Grenzen zu experimentieren mit Freunden und Familienmitgliedern, die für Berührung offen sind. Bleibt zum Beispiel mal eine Minute in einer Umarmung (natürlich angezogen!), eventuell Wange an Wange. Schließe deine Augen und fühle, was mit dir geschieht.

Sprich über dieses Thema

Wenn eine Umarmung dir zu intim ist, kannst du den Anderen bitten, dir den Rücken zu streicheln oder sanft auf deine Schulterblätter zu klopfen. Entscheidet euch auf jeden Fall immer für eine Form der Berührung, die für euch beide angenehm ist. Danach könnt ihr es umgekehrt machen. Alles fängt damit an, dass man das Thema anspricht und die Grenzen deutlich absteckt.
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