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christliche Partnersuche

Als Single mit Ablehnung umgehen

News von , , Kommentare: 0, Deutsch
Geändert am: 06-04-2022 13:01
Als Single mit Ablehnung umgehen kann recht schwer sein. Egal wo du Ablehnung erlebst, ob du gerade online nach Kontakten suchst, dich auf einer Party unterhältst, oder ein Treffen oder Date vorschlägst, dass nicht erwidert wird: Jeder hat Ablehnung schon mal erlebt. Wie reagierst du, wenn du abgelehnt wirst? Und was, wenn du zu oft ein "Nein" zu hören bekommst? Kannst du bzw. kann man die Wahrscheinlichkeit von Ablehnung verringern?

Theoretisch weißt du wahrscheinlich, dass jeder schon mal abgelehnt wurde. Trotzdem ist diese Erkenntnis nur ein schwacher Trost, wenn man selbst gerade eine Absage erhalten hat. Denn dein Gefühl sagt etwas anders. Ablehnung kann nämlich buchstäblich wehtun und kann sogar in jeder Faser deines Körpers spürbar sein. Warum ist das so?

Die Auswirkungen der Ablehnung

Um zu verstehen, warum Ablehnung solche Auswirkungen haben kann, ist es wichtig, sich mit sozialer Akzeptanz und Emotionsregulierung zu befassen. Deshalb werden wir uns in einigen Absätzen mit diesen Themen auseinandersetzen, bevor wir uns näher mit Ablehnung befassen.

Soziale Akzeptanz ist ein Grundbedürfnis

Jeder Mensch sehnt sich danach, von anderen akzeptiert zu werden. Dies ist ein Grundbedürfnis. Von klein auf wollen wir geliebt werden und dazu gehören. Zur Familie, zu Gleichaltrigen - und später zu einem Partner. Zugehörigkeit gibt Sicherheit und Geborgenheit. Aus diesem Grund suchen bereits Säuglinge nach Verbindung und sind verärgert, wenn sie diese verlieren.

Ohne Verbindung emotional verzweifelt

Für Säuglinge ist die Verbindung zu den Eltern oder Betreuungspersonen von entscheidender Bedeutung. Sie können sich nicht selbst versorgen. Auch emotional sind sie völlig abhängig. Babys können ihre eigenen Emotionen noch nicht (wieder) erkennen, geschweige denn wissen, wie sie damit umgehen sollen. Das lernen sie nach und nach von ihren Eltern.

Die Bedeutung von angemessenen Antworten

Eltern spiegeln und benennen normalerweise die Gefühle ihres Babys. Sie können in einem angemessenen Tonfall reagieren und sagen:
“Ach Schatz, bist du traurig" oder "Hey, kleiner Mann, lächelst du mich an?” Sie reagieren angemessen, indem sie das Kind z. B. in den Arm nehmen und trösten oder es anlächeln.

Ignorieren ist auch eine Form der Ablehnung

Aber jetzt nehmen wir einmal an, Eltern ignorieren ihr Baby oder lehnen es ab. Wie reagiert ein Kind auf (emotional) nicht verfügbare Eltern? Das Stillface-Experiment (Experiment mit ausdrucksloses Gesicht) des Entwicklungspsychologen Edward Tronick demonstriert dies treffend. Der Film beginnt mit einer Mutter und einem Baby, die miteinander kommunizieren. Die Mutter reagiert auf das Baby in einer abgestimmten Weise, sowohl mit ihren Worten und ihrer Stimme als auch mit ihrem Blick und ihrem Ausdruck. (Dies wird als Koregulation bezeichnet: das Zusammenspiel zwischen Eltern und Kind, bei dem das Kind lernt, seine eigenen Emotionen zu erkennen und zu regulieren).
Dann ändert sich die Situation: In der nächsten Szene starrt die Mutter ausdruckslos vor sich hin. Sie hat keinen Kontakt zu ihrem Baby und reagiert nicht auf die Versuche des Kindes, sich ihm zu nähern. Dann sieht man, wie der Stress des Babys zunimmt, von leichtem Unbehagen bis hin zur Frustration, Wut und Panik. Das Baby kann diese Situation nicht allein bewältigen: Dies ist nur durch Koregulation möglich, man sieht dies, wenn die Mutter die Verbindung zu ihrem Kind wiederherstellt.

Koregulierung geht der Regulierung voraus

Koregulierung (gemeinsamer Umgang mit Emotionen) geht der Selbstregulierung (Umgang mit den eigenen Emotionen) voraus. Für ein Kind bedeutet Ablehnung, dass es verlassen, allein, schutzlos und verletzlich ist. Dies kann Panik und Todesangst auslösen. Die Koregulierung ist also entscheidend. Sie ist die Grundlage für eine gesunde emotionale und soziale Entwicklung.

Neuer Schmerz wird durch alten Schmerz verstärkt

Das Ausmaß der Spiegelung und Fürsorge, die du in der Vergangenheit erfahren hast, bestimmt also weitgehend, wie du jetzt mit Gefühlen und Beziehungen umgehst. Wurdest du in der Vergangenheit oft zurückgewiesen oder schikaniert? Dann trifft dich die Ablehnung im hier und jetzt noch härter, weil sie einen alten Schmerz und alte Angst auslöst. Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum Ablehnung schwer zu ertragen ist. Wenn du als Kind verwöhnt wurdest und immer deinen Willen bekommen hast, fällt es dir wahrscheinlich schwer, ein "Nein" zu schlucken.

Unangenehm durcheinandergebracht

Jedoch selbst wenn du auf eine angenehme Kindheit zurückblicken kannst, in der deine Eltern gut zu dir waren (sie haben dich nicht vernachlässigt oder übermäßig verwöhnt), ist Ablehnung keine angenehme Erfahrung. Wenn dein Interesse oder deine Liebe (Gefühle für eine Person) nicht auf Gegenseitigkeit beruht, ist es schwer zu schlucken. Egal, ob du diesen Korb erwartet hast oder nicht. Ablehnung kann dich total durcheinander bringen. Je intensiver deine Verliebtheit ist, desto schwieriger ist es, die Zurückweisung zu akzeptieren und die andere Person loszulassen. Es ist nicht leicht, jemanden, den man wirklich mag, aus dem Gedächtnis zu streichen, denn das ist etwas, was du eigentlich nicht willst.

Nimm dir Zeit das Ganze zu Verarbeiten

Es ist durchaus verständlich, dass du über Ablehnung verärgert und traurig bist. Schließlich ist Ablehnung eine Form des Verlustes. Diesen Verlust kannst du durch Trauer verarbeiten. Unglaube, Verleugnung, Wut, Trauer und Akzeptanz sind Teil dieses Trauerprozesses. Je tiefer die Ablehnung dich berührt, desto mehr Zeit brauchst du, um dich damit abfinden zu können.

Suche Unterstützung bei Freunden oder deiner Familie

Wenn du gekränkt und verletzt bist, kann es verlockend sein, deine Frustration an der Person auszulassen, die dich zurückgewiesen hat. Wir raten dir jedoch davon ab, da du damit nichts erreichst. Im Gegenteil, du machst es so für dich selbst nur noch schmerzhafter und möglicherweise auch peinlich. Deshalb raten wir dir, einen anderen Ort zu finden, an dem du dein Herz ausschütten kannst. Sprich mit jemandem aus deiner Familie oder deinem Freundeskreis, dem du vertraust.

Respektiere die Entscheidungsfreiheit der anderen Person

Akzeptiere, dass du vielleicht keine (ehrliche oder zufriedenstellende) Antwort auf die Frage bekommst, warum du eine Absage erhalten hast. Widerstehe dem Drang, mit der anderen Person darüber zu sprechen. So ärgerlich es auch ist, wenn das Interesse oder die Liebe nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Man kann einen Kontakt oder eine Beziehung nicht erzwingen. Genau wie du, hat auch die andere Person die Freiheit, "Nein" zu sagen.

Betrachte das Ganze von der anderen Seite

Wenn du selbst schon einmal jemanden abgewiesen hast, hast du vielleicht die Erfahrung gemacht, dass das kein Vergnügen ist. Eine schlechte Nachricht zu überbringen, erfordert Mut. Je besser man die andere Person kennt, desto mehr Mut braucht man. Wenn dir jemand ehrlich sagt, dass seine/ihre Gefühle nicht auf Gegenseitigkeit beruhen, kannst du der Person auch dafür danken, dass er/sie den Mut hatte, sich dir ehrlich gegenüber zu äußern.

Partnersuche - die Geduldsprobe

Geschmäcker sind verschieden. Das hat zwei Seiten. Das bedeutet, dass dir nicht alle Singles gefallen. Das bedeutet aber auch, dass du selbst auch nicht jedermanns Geschmack treffen kannst. Wenn ein oder mehrere Singles dich abgelehnt haben, bedeutet das nicht, dass alle anderen Singles es auch tun. Wenn du immer wieder abgelehnt wirst, kann eine kritische Selbstprüfung nicht schaden.

Was kannst du selber tun?

Wir alle haben blinde Flecken. Deswegen sind wir uns nicht immer bewusst, wie wir auf andere wirken. Vielleicht stellst du fest, dass du Menschen durch dein Auftreten, dein ungepflegtes Äußeres oder deinen Mundgeruch abschreckst, ohne dir dessen bewusst zu sein. Erkundigen dich deshalb bei guten Bekannten, wie du auf sie wirkst. Sie können dir einen Spiegel vorhalten. Du kannst deine Verhaltensweisen, dein Erscheinungsbild/Aussehen und deine Körperpflege zum Beispiel verbessern, ohne deine Persönlichkeit verändern zu müssen.

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